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Bundesliga Einzelspieltage oder 2-Liga-Modus mit 2 Spielen

 
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Hasi



Anmeldungsdatum: 04.03.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: Di Jan 26, 2010 12:13    Titel: Bundesliga Einzelspieltage oder 2-Liga-Modus mit 2 Spielen Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Faustballer,

ich möchte mal wieder auf einen Sachverhalt hinweisen, der euch langsam nervt oder den ihr nicht mehr hören könnt. Aber die aktuelle Sachlage, vor allem in der 1. + 2. BL Nord der Männer veranlasst mich, mal wieder eine Diskussion zu entfachen:

In der momentanen Saison in der 2. BL Nord sind vielen Mannschaften, die aufgrund ihres Alters, ihrer finanziellen Situation oder des enormen Zeitaufwandes nicht zu den Aufstiegsspielen zur 1. BL gemeldet haben. Dadurch ergibt sich, dass die beiden Ostvertreter direkt aufsteigen werden. Der 2. Aufsteiger hat nun dann doch zurückgezogen, nachdem sie erfahren haben, dass sie ohne Aufstiegsspiele aufgestiegen sind.

Das sind für mich eigentlich Dinge, die für unseren Sport nicht gut sind. Daher möchte ich mal wieder, ja ich nerve, die Diskussion anregen, wieder nach dem 2-Liga-Modell die Spieltage auszurichten, d. h. 3 Mannschaften jeder gegen jeden auf 3 Gewinnsätze.

Ich weiß um die Problematik und weiß auch, dass z. B. einige Vereine aus dem Norden die Ausrichtung der Einzelspieltag sehr professionell mit großem Aufwand betreiben, Sponsoren gewinnen und dadurch ihre Saison finanzieren können. Aber das können nur ein paar Vereine, weil der Zuschauerzuspruch und das Interesse generell vorhanden ist. In manchen Gegenden ist das nicht möglich, vor allem in Städten, in denen der Faustball Sportart Nr. 6 ist, und nicht wie in Ahlhorn, Moslesfehn, Hammah, Brettorf die Nr. 1 oder 2.

Es wird irgendwann dazu kommen, dass die eben genannten Vereine in der 1. Liga alleine dastehen werden, vielleicht mit 6 Mannschaften und der Rest wird den Aufwand dazu nicht betreiben.

In Gemeinden wie in Niedersachen ist die Medien- und Zuschauerresonanz vorhanden, aber in anderen Kommunen kann mal appelieren wie man will: da bewegt sich kaum etwas.

Ich bin der Meinung, dass durch den Rückgang zum alten Modell wieder mehr ältere Spieler bereit wären, in die ersten Liga aufzusteigen.

Nur mal so eine Anregung, auch wenn sie nervt.

Irgendwann haben wir Verhältniss wie beim Eishockey: kein Absteiger. Und das kann nicht im Sinne der Zuschauer, den Vereinen und der DFBL sein.


Gruß

Hasi aus dem Rheinland
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littleoskar



Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 20
Wohnort: Bei Vaihingen

BeitragVerfasst am: Fr Jan 29, 2010 06:34    Titel: Warum sollen mehr ältere Spieler spielen? Antworten mit Zitat

und ich dachte immer die Jugend soll an den Sport herangeführt werden? Ich bin öfters in Vaihingen in der Halle also da kommen immer so zwischen 200 und 400 Zuschauer. Sollte dann die Hälfte der Spieltage wegfallen fehlen dem Verein im Jahr um die 1000 Besucher die Essen, Trinken und Eintritt bezahlen. Wie soll man dann noch wirtschaftlich arbeiten? Bei den Mannschaften die heute keine Zuschauer haben, kommen auch dann keine, und die Spieler die keine 7 Auswärtsspiele bestreiten wollen die wollen auch keine 4 bestreiten. Die Vereine müssen ihre Fans mit einbinden und versuchen über eine aufwendige Jugendarbeit die Kinder und Ihre Eltern und Freunde für den Faustballsport begeistern. Wo gibts denn heute noch Faustball? In Niedersachsen und rund um Stuttgart und dann noch einzelne Oasen in Berlin, Hessen und Bayern.
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faust



Anmeldungsdatum: 29.01.2010
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Fr Jan 29, 2010 08:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo littleoskar,

und wie soll das mit dem Heranführen der Jugend und attraktivem Vorführen unseres Sports bei einem Verein funktionieren, der...
1. nicht in einer Faustballhochburg beheimatet ist?
2. nicht über eine Mannschaft verfügt, die vollzählig beruflich und familiär die Zeit für eine komplette 1. Liga-Saison erübrigen kann?
3. nicht über die Leute verfügt, die sich zeitlich im geforderten Umfang in der Jugendarbeit engagieren können?


Die Faustballer, die dies alles leisten können/wollen, wachsen nun mal nicht auf Bäumen. Es gibt aber meines Erachtens genügend, die auf einem etwas niedrigeren Level sehr gute Arbeit leisten. Soll es für diese per se heißen: Schönen Dank, aber bis hierher (2. BL) und nicht weiter?


Gruß, Fred
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dfbl05



Anmeldungsdatum: 14.09.2009
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: Fr Jan 29, 2010 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hasi, littleoskar, Faust und alle anderen,

wenn ihr mal nachdenkt haben wir uns die Probleme doch alles selbst gemacht und die Lösung ist eigentlich ganz einfach.
Die Zahl der Faustballer ist in den letzten Jahren enorm geschrumpft, ein Ende ist nicht abzusehen. Warum ist das so? Weil nur wenige bereit sind sich in der Nachwuchsarbeit zu engagieren und viel lieber nur noch für sich selbst in irgendeiner Mannschaft spielen. Wenn für die BL-Vereine nicht der Zwang zur Jugendarbeit da wäre würde es noch schlechter aussehen. Das Problem haben aber nicht nur wir Faustballer, sondern alle Sportarten. Hängt mit der abnehmenden Geburtenrate und mit dem Wandel der Gesellschaft zusammen. Ein Zeitproblem können wir eigentlich nicht haben, das ist nur eine Ausrede. Unsere Väter hatten bestimmt nicht so viel Freizeit (45-Stunden-Woche, nebenher noch Ackerbau und Viehzucht usw.) wie wir und sind trotzdem ihrem Sport nachgerannt. Wenn wir es schaffen die Anzahl der Jugendmannschaften zu steigern und die Zahl der Faustaballer wieder auf den alten Stand zu bringen lösen sich die Probleme wieder von ganz alleine. Die Ligen werden wieder voll, durch den Konkurrenzkampf steigt das Niveau usw. usw.. Dann brauchen unsere Nationalmannschaften auch keine Angst mehr vor den anderen zu haben.
Übrigens littleoskar: Ludwigshafen hat wohl die meisten Faustballdichte in Deutschland. Und wo die Oase in Hessen ist habe ich auch noch nicht gefunden.

Gruß aus dem Südwesten

DTH02
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littleoskar



Anmeldungsdatum: 05.11.2009
Beiträge: 20
Wohnort: Bei Vaihingen

BeitragVerfasst am: Fr Jan 29, 2010 09:43    Titel: Man muß was tun und nicht versuchen zurück zu gehen Antworten mit Zitat

Vaihingen, Hammah, Stammheim oder Öschelbronn sind nicht schon immer Faustballhochburgen, vielmehr hat da irgendwann mal einer angefangen mehr zu tun als andere und mehr Zeit in die Jugendarbeit gesteckt und dann noch das Glück gehabt Talente in den eigenen Reihen zu haben. Wenn wir das aktuelle Bsp. Pfungstadt(Oase in Hessen) sehen denke ich auch dort wird sich etwas entwickeln was andere später als Faustballhochburg bezeichnen. In manchen Vereinen wurde leider die Jugendarbeit vernachlässigt und so wurde aus ehemaligen Hochburgen (Hamm, Koblenz,) tiefste Faustballprovinz. Der Schlüssel um auf Dauer dabei zu sein ist eine funktionierende Jugendarbeit. Vaihingen, Hammah, Stammheim, Berlin, waren in der Jugend meines Wissens alle mal deutscher Meister und auch Öschelbronn war mit vorne dabei.

Gruss
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dfbl05



Anmeldungsdatum: 14.09.2009
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: Fr Jan 29, 2010 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Einen Verein der 2 Herren und 3 Jugendmanschaften hat als Faustballhochburg zu sehen ist schon vermessen. Zumal die Hälfte der Bl-Mannschaft Auswärtige sind.
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faust



Anmeldungsdatum: 29.01.2010
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Fr Jan 29, 2010 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

@DTH02:
dass sich manche der Probleme lösen, wenn wieder mehr Leute/Jugendliche Faustball spielen, ist doch logisch...

Kannst du mir aber sagen, wo
1. die engagierten Leute herkommen sollen, wenn ihnen die eigene Perspektive genommen wird? Ich glaube nicht, dass sich unsere Väter völlig selbstlos in den Dienst eines Vereins gestellt haben.
2. die Jugendlichen geworben werden sollen, wenn ihnen mangels der oben genannten 'Verrückten' entsprechende Bezugspersonen fehlen bzw. abhanden kommen?


Gruß, Fred
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Andreas Weber



Anmeldungsdatum: 23.10.2008
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: Mo Feb 01, 2010 11:22    Titel: Versuch gescheitert - tolle Vision, es fehlt an der Basis Antworten mit Zitat

Ich persönlich sehe es wie Hasi. Die ursprünglichen Ziele haben sich, wenn überhaupt, nur in einzelnen Fällen umsetzen lassen.

Heute sehe ich die 1. Bundesliga- Lösung eher als Kontraproduktiv. Denn im Fazit spielen heute in der ersten BL nicht immer die sportlich stärksten Spieler und Mannschaften.

Was hat dazu geführt? Hier mal einen Einblick, wie es bei uns in Leichlingen aussieht und vielleicht ein Grund, warum so viele Vereine und Mannschaften so entscheiden wie wir?

1. Wir verzichten wie auch in diesem Jahr wieder auf den möglichen Aufstieg in die erste Bundesliga, weil uns der Aufwand (unabhängig vom Alter...) einfach zu hoch ist.
2. Finanzielle Vorteile hätten wir hierdurch nicht! Unabhängig ob erste oder zweite Liga ist das zur Verfügung gestellte Kapital durch unseren gemeinnützigen Verein identisch. Im Umkehrschluss steigen sogar noch die Kosten, um den höheren Aufwand der Auswärtsspiele zu finanzieren.
3. Die Zuschauer Zahlen sind in dem Jahr als wir erste Liga spielten dadurch nicht gestiegen.
4. Beim Thema Sponsoren sind es bei uns, meistens nur kleinere Gewerbetreibende, die uns auch heute in der 2. BL entsprechend unterstützen. Ich denke, dass wir in unserer Region „nur“ weil wir jetzt 1 BL. spielen würden, keine signifikanten weiteren Sponsoren gewinnen könnten. Hier sind die paar mehr Heimspieltage überhaupt kein Argument.
5. Eintrittsgelder sind in unserer Region eigentlich kein Thema, denn wir sind bemüht überhaupt Zuschauer in die Halle zu bekommen, um so den Bekanntheitsgrad Faustball maximal zu steigern.

Fazit für uns war, wir kommen nur mit langfristigen Plänen unseren gemeinsamen Ziel unseren Sport zu fördern, näher. Zentrales Thema ist und war der Aufbau eines entsprechenden Unterbaus, sprich Jugend.
Nur hier waren alle Kräfte nötig! Auch bei uns ist es mit dem Ehrenamt nicht so toll und jährlich wird das Engagement geringer. Kaum Leute für viel Arbeit! Um unser Ziel zu erreichen, mussten alle im Verein auch wir BL Spieler tüchtig mit anfassen.

Ergebnis, wir haben zwar in den letzten Jahren dadurch auf unseren sportlichen Aufstieg in die 1. BL mehrfach verzichten müssen, aber dafür haben wir heute die wahrscheinlich größte Jugendabteilung im Rheinland.

Ein gesamteinheitliches Konzept, aus sehr vielen Bausteinen bestehend, war hierfür notwendig:

1. Wir organisierten im ersten Schritt eine gute Internetpräsenz.
2. Es folgte eine sehr intensive Pressearbeit mittlerweile über Jahre, mit wöchentlichen mehrfachen Berichterstattungen aus allen Bereichen. Männer BL, Frauen BL, Jugend
3. Ausbau der Trainingsmöglichkeiten im Feld und Halle. Stand heute: Eigenes Faustballtrainingsfeld mit zwei Feldern (individuell, nur durch uns Faustballer nutzbar!). In der Halle für alle Jugendlichen bis zu drei Wochentagen Trainingsangebot (in der Dreifachturnhalle!!)
4. Bereitstellung der erforderlichen Trainer und Betreuer
5. Aufbau des Kontaktes zu den Schulen: Fazit, heute ist Faustball regelmäßiger Schulsportunterricht als Wahlpflichtfach und als AG (Arbeitsgemeinschaft), gefolgt von mehreren kontinuierlichen Projektwochen an verschiedenen Institutionen von der Grundschule bis hin zum Gymnasium.
6. Erstellung eines benötigten Finanzierungskonzeptes, denn unsere Jugend verursacht in der Zwischenzeit Kosten zwischen 6.000 – 8.000 € jährlich. Dieses resultiert dadurch, dass wir regelmäßig in fast allen Altersklassen zuletzt (weiblich und männlich) immer die Regionalmeisterschaften Nord besuchten,, teilweise mit einigen Mannschaften anschließend die DM
7. Um das überhaupt finanzieren zu können, tragen unsere BL Spieler ihre Kosten pro Saison fast komplett aus eigener Tasche.

Dieser vorgezeichnete Weg hat bei uns ca. 8-10 Jahre gedauert. Ich denke die Meisten werden wissen, welcher gigantische Aufwand hier hinter steckt. Das Spielen in der ersten Liga hätte (außer natürlich aus sportlicher Sicht) uns bei unserer Zielerreichung nicht unterstützt, insbesondere im Moment nicht, mit dem derzeitigen Modell.

Ich denke, zurückblickend wären wir aus sportlicher Sicht gerne aufgestiegen, aber es war beides nicht realisierbar.

Heute bezweifle ich, dass sich der Faustballsport in Deutschland so professionalisieren lässt, wie es die Vision einiger Leute ist. Ich denke, es fehlt an den möglichen Sponsoren, die diesen weiteren Schritt ermöglichen würden.

Ich denke, unser Ziel kann es nur sein, wieder unseren Sport in die Jugend zu bringen, den Bekanntheitsgrad langfristig zu steigern, genau so, wie es einige Vorredner bereits andeuteten. Ein sehr langer Weg. Erst wenn Faustball wieder nicht nur in einigen Regionen mit dieser Intensität betrieben wird, ist die Vision „Faustball Zukunft“ wie viele sie gerne hätten, aus meiner Sicht nicht realisierbar! Bis dahin, sollten wir aus meiner Sicht versuchen, die einzelnen Ligen sportlich so attraktiv wie möglich zu gestalten. Mit der jetzigen Regelung verarmen die Ligen immer mehr.


Grüße aus Leichlingen

Andreas Weber
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Harm



Anmeldungsdatum: 21.06.2008
Beiträge: 10
Wohnort: Ahlhorn

BeitragVerfasst am: Fr Feb 05, 2010 20:31    Titel: Jugendarbeit - die 30 Gebote Antworten mit Zitat

Andreas und vor allem little Oskar haben Recht!
Die Jugendarbeit das Zentrum, sie ist vielleicht sogar wichtiger als die Bundesliga. Und wenn genügend Vereine dies beherzigen würden, hätten wir auch die ganzen Probleme in den Bundesligen heute nicht.

Deshalb habe ich jetzt einmal aus meiner Erfahrung etwas zusammengestellt:

------------------------------------------------------------

Die 30 Gebote für guten Jugendfaustball

Immer wieder heißt es, Ihr in Ahlhorn habt es ja einfach. Aber das stimmt nicht, gute Jugendarbeit ist etwas Know How (und davon gebe ich hier etwas ab) und vor allem ganz viel Arbeit!

Es gibt tatsächlich zwei Bereiche, da haben wir Ahlhorner Vorteile, nämlich
A: Standortvorteile Verein (dies haben wir uns über Jahrzehnte hinweg erarbeitet)
B: Standortvorteile Region (hier habt ihr aber gleich Mitspracherechte, wenn ihr euch einbringt)

Diese beiden Bereiche habe ich unter A und B gesondert aufgeführt
Aber alles andere könnt ihr auch!

Das Argument, dass man in der Großstadt wg. der großen Konkurrenz schon mal gar nicht erfolgreich arbeiten könne, stimmt nicht. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass Vereine es auch dort über lange Jahre erfolgreich geschafft haben. (z.B. TkH, VfK)


A

1. Habt eine gute 1. Mannschaft und nutzt ihren Bekanntheitsgrad

2. Habt gute Beziehungen zur örtlichen (Grund-) Schule und nutzt sie

----------
B

3. Turniere sind wichtiger als Punktspiele
- es gibt POKALE (seltsamer Weise unglaublich wichtig für die Kinder)

4. Punktspiele sind wichtig
- nur so gibt es so etwas wie ein Pflichtgefühl, mit den Jugendspielern auch anzutreten, ansonsten fällt das Absagen zu leicht - und wird leider auch schnell wahrgenommen

5. Spielt gegen andere Vereine eine Kleinfeldrunde
- kleine Vereine schaffen es eher, 2er Teams als komplette 5er-Mannschaften zusammenzubekommen

6. Spielt mit den Anfängern im Rotationssystem
- mindestens bis zum Alter von 10 (evtl. auch bis 12)
- das schafft die notwendige Breite an Spielern, ansonsten spielen nämlich meist nur ein bis zwei Spieler, die alle Angaben machen und möglichst den ersten Schlag zurückhauen

----------

7. Masse ist wichtiger als Klasse
- die klasse kommt dann von ganz allein
- viele Spieler bringen auch viele Freunde, Geschwister, Cousins mit
- auch weniger begabte Ballspieler sind später oft tolle Betreuer, Helfer, Fans und ganz wichtig für eine funktionierenden Faustballverein (meist sind dieseFunktionen auf Dauer sogar wichtiger für die Abteilung als die Leistungssspieler in der ersten Mannschaft)


8. Lasst nie eine Lücke in der Jugendabteilung entstehen
- fangt grundsätzlich IMMER jedes Jahr wieder mit einer neuen Minigruppe an
- es ist immer schwieriger, nach ein paar Jahren ohne Minigruppe wieder neu zu beginnen, als in eine bestehende Gruppe neue Kinder aufzunehmen.
- eine bestehende Gruppe zieht neue Mitglieder an (Brüder, Bekannte,...)

9. IMMER Jungs UND Mädchen trainieren
- Brüder bringen Schwestern mit und umgekehrt...
- später ist das andere Geschlecht ein wichtiger Grund, mit unserem Sport weiterzumachen

10. Besucht regelmäßig einen Bundesligaspieltag in der Nähe und lasst eure Jugendspieler dort einlaufen
- Spaß durch Spiel in Pausen
- Bundesliga anschauen ist toll
- Jugendspiler und ihre Eltern lernen den Sport kennen und schätzen
- der Bundesligist freut sich über zusätzliche Zuschauer

11. Gebt den Jugendtrainern Anerkennung: sie sind die wichtigsten Mitglieder der Abteilung!

12. Schafft für Jugendliche über 12 Jahren vereins- und geschlechterübergreifende Events
- Turniere
- Turnfestfahrten
- Vereinsfeiern
- Übernachtungspartys mit Kleinfeldturnier

13. Für jeden Spieler muss ein Ball vorhanden sein
- für Anfänger ein weicher Miniball
- für Fortgeschrittene ein etwas härterer Miniball
- Copa und Drohnn haben gute Bälle im Angebot

14. Für jeden Spieler muss der richtige Ball vorhanden sein
- für Anfänger ein weicher Miniball
- für Fortgeschrittene ein etwas härterer Miniball
- Copa und Drohnn haben gute Bälle im Angebot


15. Ein gleiches Trikot für alle im Verein und/oder ein Vereins -T-Shirt schaffen gemeinsame Identität

16. Lasst in zwei Altersklassen spielen, 1x zum Gewinnen und 1x zum Spielen-Lernen und zum Verlieren-Lernen

17. Bietet der Schule eine Faustball-AG an

18. Erstellt einen übersichtlichen, informativen, ansprechenden(!) Flyer mit den Trainingszeiten, den ihr bei jeder Gelegenheit aushängen und verteilen könnt

19. Macht eure Trainingszeiten und Orte bekannt

20. Rennt den Anfängern hinterher
- drängelt (in netter Form)
- seid hartnäckig
- zeigt ihnen, dass sie willkommen sind
- fragt mehrmals nach, ob sie nicht doch Lust zum Faustball hätten
(manche Spieler habe ich erst nach drei Jahren bekommen)

21. Rennt »den Neuen« beim Training hinterher
- sie sind die Wichtigsten und gleichzeitig die unsichersten
- sie brauchen Eure hauptsächlich Unterstützung, eure größte Aufmerksdamtkeit, mehr als diejenigen, die schon lange da sind und schon gute Faustballer sind
- macht, dass die neuen wieder kommen

22. Rennt an den Spieltagen den Kindern hinterher,
- ruft an, wenn mal einer nicht kommt
- klingelt sie aus dem Bett, wenn sie den Spieltag verschlafen oder vergessen haben
- seid nett und nehmt sie trotzdem weiter mit
- irgendwann zahlt sich das aus, viele von ihnen haben es irgendwann verstanden

23. Führt eine Adressenliste
- mit Name, Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer
- so könnt ihr bei Bedarf unkompliziert nachhaken

24. Teilt vor Beginn der Saison einen Zettel mit allen Terminen aus

25. Teilt trotzdem zusätzlich zu jedem Spieltag zeitnah an jeden Spieler einen Erinnerungszettel mit dem Spieltagstermin (und den anstehenden zukünftigen Terminen) und Eurer Telefonnummer aus
- auch Eltern sind manchmal vergesslich
- lasst diesen Zettel auch den Kindern zukommen, die beim letzten Training nicht da waren (Stichwort: hinterherrennen)

26. Lasst Euch nicht entmutigen!
- ⅔ der Faustballanfänger hören im Laufe der Zeit wieder auf, das ist normal

27. Wenn die Kinder Kleinfeld spielen können, habt ihr gewonnen
- macht zu Beginn vor allem Ballspiele, die die Kinder können
- aber sobald sie Kleinfeld spielen können, dann lasst sie aber auch spielen
- viel und bei jedem Training
- merke: Kleinfeldspiele (2-2 oder 3-3) ermöglichen viel mehr Ballberührungen als Großfeldspiele 5-5.

28. Eltern einbinden
- aus der Not gebohren, aber sehr positive Ergebnisse
- fahrt mit mehreren Teams und nur einem gelernten Faustballer zu einem Jugendspieltag
- die Eltern wandeln sich auf einmal von unbeteiligten Beobachtern zu begeisterten Betreuern, manchmal sogar zu Trainern
- sie freunden sich mit anderen Eltern aus dem gleichen Team an, und Verbundenheit untzereinander schafft Familie, schafft Verbundenheit auch mitz dem Sport

29. Mindestens zwei Ballberührungen
- führt beim Training die Regel ein, dass immer frühestens der zweite Schlag wieder zurückgeschlagen werden darf
- so vermeidet man »Faustballtennis« und schafft die Voraussetzung zum Vorspielen.

30. Macht Euch und Eure Arbeit bekannt
- Pressearbeit heißt, selber Berichte zu schreiben und Fotos zu machen und den Lokalredaktionen zur Verfügung zu stellen
- das gleiche gilt für Infos über die Spieltage

- Harm -
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Haui



Anmeldungsdatum: 31.01.2008
Beiträge: 22
Wohnort: Oldenburg

BeitragVerfasst am: Fr Feb 05, 2010 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hier wird gerade FAUSTBALL neu erfunden!
Und ich noch nicht mal alles gelesen!!!!!
_________________
W-E-M


"Two things are infinite - the universe and human stupidity, and I'm not entirely sure about the first one."
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faust



Anmeldungsdatum: 29.01.2010
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Fr Feb 05, 2010 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harm und alle anderen,

eine schöne Auflistung. Die aus meiner Sicht auch grundsätzlich sicherlich richtig ist.


Nur geht sie ( und auch andere Wortmeldungenn in diesem Thread) meines Erachtens an Hasis Fragestellung vorbei.

Wie Andreas schön formuliert hat, sollten wir beide Ziele (Zukunfts-Faustball und aktuelle Situation) gleichermaßen berücksichtigen, denn ohne die (von Harm geforderten) erfolgreichen und bekannten Ersten Mannschaften in den hohen Spielklassen können wir den kommenden Generationen auch nichts erstrebenswertes bieten.


Konkret:
Bei welcher Konstellation würden wir also mehr verlieren?
+ 1. Liga nach aktuellem Modell (mit der Gefahr, dass niemand in ihr spielen will -> fehlende Perspektive für Jugendliche UND ältere Spieler mit weniger Zeit)?
+ gleicher Spielmodus in 1. und 2. Liga (bedeutet vielleicht, dass die 1. Liga keinen wirklich höheren Stellenwert mehr hat)?


Gruß, Fred
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Matthias



Anmeldungsdatum: 24.06.2009
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Sa Feb 06, 2010 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

Danke;-)

Also dafür, dass hier jemand Ludwigshafen als "Faustballhochburg" betitelt...
Wir sind froh, dass wir hier so gute Bedingungen haben, um unsere Jugendarbeit zu betreiben.

Ich gebe den Diskussionsteilnehmern recht... Ein guter Draht zu einer Schule ist durch nichts zu ersetzen... Geht in die Schulen und übernehmt die ein oder andere Sportstunde und helft mit, dass unser Sport weiterlebt!

Wir Oppauer haben momentan über 50 Jungs und etwa 25 Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren... Aber von nichts kommt nichts!

Wir spielen 2.BL und waren im März Deutscher Meister der U14 männlich, sowie 4. Deutscher Meister der U16 (männl.) und sind gerade Westdeutscher Meister der U18 geworden... Wo gearbeitet wird, kommen auch Erfolge!

Also werdet Aktiv!

LG aus Oppau
Matthias
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faust



Anmeldungsdatum: 29.01.2010
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Do Feb 11, 2010 07:37    Titel: Antworten mit Zitat

Morgen zusammen,

ist das Thema/Hasi's Frage jetzt schon fertig diskutiert bzw. beantwortet???

Oder bleibt wieder mal alles mit dem Hinweis auf 'mehr Jugendarbeit' in der Schwebe hängen?


Gruß, Fred
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